Sonne, Mond und Sterne: Amouage – FATE

Amouage - FateAmouages neueste Duftkreation FATE („Schicksal“) ist ein Grenzstein, eine Wegmarke; laut Amouage markiert sie „das Ende des ersten Zyklus der Amouage-Erzählung“. Was genau das bedeutet, was danach anders wird, was als nächstes kommen mag: Es liegt derzeit noch so unergründlich vor uns, wie die Wege des Schicksals, das dem Parfum seinen Namen lieh…

Auch in unserem in Kürze erscheinenden Exklusiv-Interview gibt sich der amtierende Amouage-Kreativdirektor Christopher Chong auf entsprechende Nachfragen betont sibyllinisch: „Gleich einem deutschen Liederzyklus“, so Chong geheimnisvoll, werde „im nächsten Jahr mit einem neuen Schaffenszyklus“ begonnen. Na, da darf man ja mal von Herzen gespannt sein!

Wenden wir uns aber zunächst einmal statt der (traditionell ja stets von undurchdringlichen Schleierwolken umgebenen) Zukunft der wesentlich klarer einsehbaren Parfum-Gegenwart zu – und die heißt in diesem Fall FATE MAN und FATE WOMAN!

Amouage - Fate

Was zunächst unweigerlich ins Auge sticht, und zwar noch bevor man auch nur den ersten Sniff voll glückseliger Wonne eingesogen hat, ist die wunderschöne, fantasiereich und sehr charakteristisch gestaltete Verpackung. Schon von der in dunklem Violett gehaltenen Umkartonage funkeln einem in märchenhaften, glänzenden Goldtönen Sonne, Mond und Sterne entgegen… „Interpretationen des Schicksals“, wie Amouage verlauten lässt.

Das „Schicksals“-Thema setzt sich dann auch im Flakondesign von FATE nahtlos fort: Die beiden Duftfläschchen von FATE MAN und FATE WOMAN schillern mystisch in den Farben des Regenbogens und verbreiten dabei obendrein die Anmutung einer Kristallkugel, in der man die Zukunft sehen kann. Die kann man freilich nicht wirklich in dem Flakon sehen, aber mit etwas Fantasie wird man immerhin in dem Swarovski-Kristall, der in die goldfarbene Verschlusskappe eingelassen ist, das Polarlicht erkennen können, von dessen wundersam leuchtenden Farben der Funkelstein inspiriert ist.         

Amouage - Fate

Nun aber zum eigentlichen Highlight, das ja trotz all dem Schönen drumherum bei einem Parfum immer noch der Duft selbst ist. Und der steht in punkto Fantasie- und Facettenreichtum sowohl in der von Dorothee Piot komponierten Damen-Variante FATE WOMAN als auch beim Herrenduft FATE MAN von Parfümeurin Karine Vinchon-Spehner dem Design der Umverpackung in nichts nach…

Amouage - FateFATE WOMAN ist ein orientalischer Chypre-Duft, der die schnuppernde Nase mit einem ebenso geheimnis- wie verheißungsvollen würzigen Akkord (Zimt, Chili, Pfeffer) empfängt. Das Duftherz öffnet sich sodann mit einem opulenten Blumen-Bouquet aus Rose, Narzisse und Jasmin, raffiniert flankiert von feinem Labdanum und einer himmeljauchzenden Weihrauchnote; letztere erweist sich als sehr nachhaltig und zieht sich vom Herzen in die Basis des Parfums hinein, verschmilzt dort mit Aromen von Eichenmoos und edlem Leder zu einem mythischen Power-Duftakkord – virtuos abgerundet von einem Hauch Vanille, Benzoe, Castoreum und Patchouli.

Als holzig-würzige Duft-Hymne an die Macht des Schicksals präsentiert sich FATE MAN. Untermalt von Safran und Kreuzkümmel verströmen im Auftakt saftig-frische Mandarinen im raffinierten Zusammenspiel mit einer grünen Absinth-Note und der prickelnde Schärfe von Ingwer einen belebenden Esprit. Im Herzen des Parfums regiert – umjubelt von einem duftenden Hofstaat aus Immortelle, Zistrose und ätherischem Lavandin-Öl – eine königliche Harmonie aus Rose und Weihrauch. Eine besondere Dreingabe erhält das sympathische Königspaar außerdem mit dem seltenen Copahu-Balsam, einem aromatischen Harz mit holzig-balsamischem Duftcharakter, das dem in Südamerika und Westafrika beheimateten Copahu-Baum entstammt.

Das Duftfinale schließlich ist geprägt von einem holzigen Dreiklang aus Zedern-, Sandel- und Süßholz, der zusammen mit Noten von Tonkabohne, Labdanum und Moschus noch lange feierlich nachklingt…

Amouage - Fate